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PRESSEMITTEILUNG 6. November 2018

Staats- und Regierungschefs verpflichten sich zu Hilfe im Wert von 1 Mrd. US-Dollar zur Verbesserung der Gesundheit und Ernährung der ärmsten Frauen, Kinder und Jugendlichen der Welt

- Zehn neue Investoren (Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Dänemark, Deutschland, die Europäische Kommission, Japan, Katar, Laerdal Global Health, die Niederlande und ein anonymer Geber) sind seit dem Start der Wiederauffüllung der Global Financing Facility hinzugekommen. Sie ergänzen die bestehenden Gründer, die Bill & Melinda Gates Stiftung, Kanada, MSD for Mothers, Norwegen und das Vereinigte Königreich bei der Finanzierung der GFF. GFF hat zum Ziel, die Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

- Es wird erwartet, dass die 1 Mrd. US-Dollar, die dem GFF Trust Fund heute in Oslo zugesagt wurden, mit weiteren 7,5 Mrd. US-Dollar von Ressourcen der Internationalen Entwicklungsorganisation (IDA) und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) für Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen verknüpft werden.

- Burkina Faso bestätigte seine Verpflichtung, mindestens 15 % seines Jahresbudgets in die Verbesserung der Gesundheit zu investieren; Côte d'Ivoire verpflichtete sich dazu, sein Gesundheitsbudget jährlich um 15% zu erhöhen, und Nigeria verpflichtete sich erneut zu jährlichen Investitionen in Höhe von 150 Millionen US-Dollar zur nachhaltigen Finanzierung der Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen.

- Die Finanzierung in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar wird der GFF-Partnerschaft dabei helfen, ihre Arbeit auf bis zu 50 Länder mit dem größten Bedarf auszuweiten, um die Finanzierung von Gesundheit und Ernährung zu verändern. Neben anderen globalen Gesundheitsinitiativen kann dies dazu beitragen, bis 2030 Millionen von Menschenleben zu retten.

OSLO, NORWEGEN – Die Global Financing Facility (GFF) in Unterstützung von Every Woman Every Child hat heute Beiträge in Höhe von 1,005 Mrd. US-Dollar von der Bill & Melinda Gates Stiftung, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Dänemark, Deutschland, der Europäischen Kommission, Japan, Kanada, Katar, Laerdal Global Health, den Niederlanden, Norwegen und dem Vereinigten Königreich gemeldet. Dies wird der GFF-Partnerschaft dabei helfen, ihre Arbeit auf bis zu 50 Länder mit dem größten Bedarf hinsichtlich Gesundheit und Ernährung auszuweiten und dazu beitragen, bis 2030 Millionen von Menschenleben zu retten und zu verbessern. Die heutige Veranstaltung war ein wichtiger Meilenstein hin zum Ziel, 2 Mrd. US-Dollar für die Ausweitung der Arbeit auf 60 Länder aufzubringen. Die GFF erwartet weitere Unterstützung von neuen und bestehenden Investoren, die neue mehrjährige finanzielle Zusagen in Erwägung ziehen.

Die GFF ist ein Katalysator für die Gesundheitsfinanzierung und hilft Ländern, ihre Investitionen in Frauen, Kinder und Jugendliche zu verändern. Zu lange waren deren Gesundheit und Ernährung nämlich chronisch nicht priorisiert und unterfinanziert worden, was zum vermeidbaren Tod von 5 Millionen Frauen und Kinder pro Jahr führte. Die GFF hilft Ländern auf drei verschiedene Arten:

  1. Entwicklung eines Investment Case und Implementierung-Plans, bei denen Reproduktionsgesundheit, Gesundheit und Ernährung von Müttern, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen sowie ein starkes primäres Gesundheitssystem priorisiert werden; 
  2. Stärkung einer von den verschiedenen Ländern geführten Plattform, die alle wichtigen Stakeholder an einen Tisch bringt, um gemeinsam einen priorisierten Gesundheits- und Ernährungsplan zu entwickeln. 
  3. Zusammenarbeit mit Ländern zur Mobilisierung und Koordinierung der finanziellen Ressourcen, die benötigt werden, um Fortschritte für die anfälligsten Bevölkerungsgruppen in den am schwierigsten zu erreichenden Regionen voranzutreiben.

„Es besteht heute die große Hoffnung, dass die ärmsten Länder der Welt eine gesunde, lebendige Zukunft schaffen können, in denen keine Frauen, Kinder oder Jugendliche zurück bleiben. Die GFF-Partnerschaft ist effektiv und effizient: Zusammenarbeit mit Ländern, um die Kapazität zu entwickeln, Gesundheitssysteme zu schaffen, die Frauen und Kinder zum Überleben und für ihr Wohlergehen benötigen“, so Erna Solberg, Premierministerin von Norwegen und Mitvorsitzende der Sustainable Development Goals Advocates (Fürsprecher für nachhaltige Entwicklungsziele).

Mehr als 2 Milliarden Menschen leben in Ländern, die pro Kopf weniger als 25 US-Dollar für die Gesundheit ausgeben. Das ist weniger als ein Drittel der Summe, die erforderlich ist, damit Länder ihren Einwohnern grundlegende, lebensrettende Gesundheitsdienstleistungen bereitstellen können. Durch die Zusammenarbeit mit der GFF haben Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Nigeria und andere von der GFF unterstützte Länder gezeigt, dass es für alle Länder möglich ist, ihre Zukunft zu verbessern und in die anfälligsten Menschen in ihren Gesellschaften zu investieren, indem sie mehr in die Gesundheit investieren. Dies zeigt auch, dass großzügige, aber relativ kleine finanzielle Beiträge bei katalytischer Ausrichtung und Ausgabe sowie effizienter Unterstützung nationaler Investment Cases exponentielle Auswirkungen haben können, indem weitere Finanzierungsmaßnahmen mobilisiert und Millionen von Menschenleben gerettet werden können.

Burkina Faso bestätigte heute in Oslo seine Verpflichtung, mindestens 15 % seines Jahresbudgets in die Verbesserung der Gesundheit zu investieren; Côte d'Ivoire verpflichtete sich dazu, sein Gesundheitsbudget jährlich um 15% zu erhöhen, und Nigeria sagte zu, jährlich 150 Millionen US-Dollar in die nachhaltige Finanzierung der Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen zu investieren. Die Steigerung inländischer Ressourcen ist ein integraler Fokus der von der GFF unterstützten Länder.

„Bei der GFF geht es um Eigenverantwortung der Länder und deren Zusammenarbeit, um Prioritäten zu setzen und die inländische Ressourcenmobilisierung voranzutreiben. Das sind die großen Stärken der GFF. Dies zeigt deutlich auf, warum Länder die Führung übernehmen und ihr eigenes Geld investieren müssen, und es betont erneut die Priorisierung der Ressourcenallokation für grundlegende gesellschaftliche Sektoren, insbesondere den Gesundheitssektor“, sagte Roch Marc Christian Kaboré, Präsident von Burkina Faso.

Geber und Länder antworteten heute auf den dringenden Bedarf, die Gesundheitsfinanzierung zu verändern, um Fortschritte bei der universellen Gesundheitsversorgung zu beschleunigen und zum Erfüllen der Sustainable Development Goals (SDG) des Beendens vermeidbarer Todesfälle unter Müttern, Neugeborenen und Kindern sowie der Verbesserung der Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen beizutragen.

„Im Jahr 2018 sollten alle Mütter in der Lage sein, ihre eigene Gesundheit und die ihrer Babys und Kinder zu schützen. Doch sterben täglich 830 Frauen an Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen und jeden Monat 450.000 Kinder unnötig“, so Kristalina Georgieva, CEO der Weltbank. „Die GFF sorgt für mutige neue Denkansätze mit dem Ziel, dieses Unrecht durch kluge Interventionen und koordinierte Finanzierung, die Gesundheit, Wohlergehen und Überlebenschancen von Frauen, Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern verbessern können, zu unterbinden.“

Heute meldete die Weltbank, die Schirmträgerin der GFF ist, dass allein in den letzten drei Jahren 482 Mio. US-Dollar aus dem GFF Trust Fund mit 3,4 Mrd. US-Dollar an Finanzmitteln von der Internationalen Entwicklungsorganisation (IDA) und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) verknüpft wurden. Es wird erwartet, dass die dem GFF Trust Fund heute in Oslo zugesagten 1,005 Mrd. US-Dollar mit weiteren 7,5 Mrd. US-Dollar von Ressourcen der IDA/IBRD für Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen verknüpft werden.

Darüber hinaus meldete die Weltbank in Partnerschaft mit der GFF, dass die Weltbank Treasury eine Reihe von Anleihen für die nachhaltige Entwicklung emittiert hat, um Investoren besonders auf die lange anhaltenden Vorteile einer Investition in die Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen hinzuweisen, und dass durch diese Anleihen seit Juni 2018 935 Mio. US-Dollar aufgebracht werden konnten. Diese Anleihen führen Privatkapital in den IBRD-Finanzierungs-Pool ein und dienen als Einstiegspunkt für Investoren, damit sich diese der zunehmenden Chancen bei Investitionen in die nachhaltige Entwicklung bewusst werden. Um Hindernisse des Zugriffs auf diese Mittel durch Länder zu reduzieren, bietet die GFF eine Kofinanzierung und Bewilligungen für die Kreditreduzierung, mit denen Staatsregierungen öffentliche und private Mittel katalysieren und in die Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen investieren können.

In einer aktuellen Studie, die das Peer-Review-Verfahren durchlaufen hat und in The BMJ Global Health veröffentlicht wurde, spiegeln sich die kombinierten Bemühungen wider, die zur Richtungsänderung bei den Sterblichkeitsraten von Müttern, Neugeborenen und Kindern beigetragen haben. Dazu zählen die Bemühungen von GFF, der Impfallianz Gavi, dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, UNAIDS, FP2020 und anderer Partner. Schätzungen zufolge können Länder bis 2030 bis zu 35 Millionen Menschenleben retten, wenn die globalen Gesundheitsinvestitionen weiterhin zu den aktuellen Raten ansteigen, andere globale Gesundheitsinitiativen die Ziele erfüllen und die GFF-Partnerschaft ihre Reichweite ausweiten und allen 50 Ländern mit dem größten Gesundheits- und Ernährungsbedarf helfen kann. Es wird auch geschätzt, dass Finanzierung durch den GFF Trust Fund das Potential hat, weitere 50-75 Mrd. US-Dollar für die Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen zu mobilisieren, von denen 70 % aus inländischen Ressourcen der jeweiligen Länder stammen.

„Gesunde Frauen, Kinder und Jugendliche tragen zu einem Erfolgszyklus bei“, so Melinda Gates, Mitvorsitzende der Bill & Melinda Gates Foundation. „Gesundheit bringt die Möglichkeit mit sich, zur Schule zu gehen und zu lernen, wodurch Menschen als Erwachsene wohlhabender werden. Sie ziehen dann ihrerseits Kinder auf, die in der Lage sind, den Zyklus fortzusetzen. Deshalb stellt die GFF so eine hervorragende Investitionsmöglichkeit dar.“

Mit den heute angekündigten finanziellen Zusagen wurden für den Wiederauffüllungszeitraum 2019-2023, der das Ziel hat, insgesamt 2 Mrd. US-Dollar aufzubringen, um die GFF-Reichweite auf insgesamt 50 Länder auszuweiten, insgesamt 1,005 Mrd. US-Dollar aufgebracht.

„Wir befinden uns kurz vor einer transformativen Veränderung der globalen Gesundheit, mit dem Ziel, dass keine Frauen, Kinder und Jugendlichen zurück bleiben. Die GFF-Partnerschaft hilft Ländern, die Zukunft ihrer Menschen zu verändern, indem Gesundheit kulturell, politisch und finanziell priorisiert wird. Die Unterstützung von Führungspersönlichkeiten weltweit, um diese Änderungen durchzuführen, ist von großer Bedeutung. Wir freuen uns heute außerordentlich, die Unterstützung so vieler zu haben, sodass wir diese Vision Wirklichkeit werden lassen können“, sagte Mariam Claeson, Direktorin der GFF.

Die GFF wurde 2015 von der Weltbank, den Regierungen Kanadas und Norwegens, den Vereinten Nationen und anderen Partnern gegründet. Als Wegbereiter für innovative Finanzierung der SDGs hilft die GFF dabei, die unerledigte Agenda der Gesundheit und Ernährung von Frauen, Kindern und Jugendlichen anzugehen und Finanzierungslücken zu schließen.

Über die Global Financing Facility

Die Global Financing Facility (GFF) ist eine Partnerschaft verschiedener Stakeholder, um Ländern dabei zu helfen, die drängendsten Herausforderungen für Frauen, Kinder und Jugendliche in den Bereichen Gesundheit und Ernährung zu adressieren. Der GFF Trust Fund wird von den Regierungen von Burkina Faso, Dänemark, Deutschland, der Europäischen Kommission, Japans, Kanada, Katar, Niederlande, Norwegen und dem Vereinigten Königreich sowie von der Bill & Melinda Gates Foundation, Laerdal Global Health, MSD for Mothers und einem anonymen Geber unterstützt. Dabei bringt die GFF Regierungen und Partner zusammen, um Programme in einzelnen Ländern zu verwirklichen und wichtige Gesundheitsmaßnahmen in Bewegung zu setzen, die bislang auf Grund mangelnder Investitionen nicht realisiert werden konnten. Mittel aus dem GFF Trust Fund dienen als Katalysator, wobei Länder die relativ kleinen GFF Trust Fund-Bewilligungen nutzen, um ihre inländischen Ressourcen zu steigern, sowie Finanzierung der IDA und IBRD der Weltbank und externe Mittel und Gelder aus dem Privatsektor. Jede relativ kleine externe Investition wird durch die Eigenzusagen der Regierungen multipliziert – und generiert damit nicht nur eine hohe Investitionsrendite, sondern rettet und verbessert auch Leben. Weitere Informationen: www.globalfinancingfacility.org und @theGFF

Finanzielle Zusagen für den Wiederauffüllungszeitraum des GFF Trust Fund (in US-$)1:

Investor

Verpflichtungen

Bill & Melinda Gates Foundation

200

Burkina Faso

1

Côte d'Ivoire

1,5

Kanada

39

Dänemark

15

Europäische Kommission

30

Deutschland

58

Japan

50

Laerdal Global Health

12,5

Niederlande

68

Norwegen

360

Katar

30

Vereinigtes Königreich

65

Anonymer Geber

75

SUMME

1.005

 

[1] Beiträge zum GFF Trust Fund erfolgen in US-Dollar und anderen Geberwährungen und werden über einen mit jedem Geber vereinbarten Zahlungszeitraum bezahlt. Für Beiträge in anderen Währungen als US-Dollar nutzt das GFF-Sekretariat die US-Dollar-Entsprechung zum Zeitpunkt der Geberzusage für den Beitrag in US-Dollar. Für finanzielle Zwecke unterliegt der Beitrag bis zur vollständigen Zahlung und Umrechnung in US-Dollar aber Wechselkursschwankungen. Das GFF-Sekretariat hat das Management des Wechselkursrisikos inne und meldet den Trust Fund-Gebern alle Wechselkursverluste oder -gewinne aufgrund dieses Risikos. Die finanziellen Zusagen bedürfen parlamentarischer Zustimmung.

 

 


PRESSEMITTEILUNG NR. 2019/082

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