PRESSEMITTEILUNG 23. September 2019

Weltbank und Deutschland gründen Fonds gegen Waldverlust und für den Aufbau resilienter Landschaften


NEW YORK, 23 September, 2019 – Die Weltbank und Deutschland haben heute den Start von PROGREEN bekannt gegeben, einer neuen globalen Partnerschaft, um Anstrengungen gegen Entwaldung zu verstärken, degradiertes Land wiederherzustellen, Lebensgrundlagen in armen, ländlichen Gemeinden zu verbessern und Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

PROGREEN wird Bemühungen von Ländern unterstützen, um gegen die Abnahme der Artenvielfalt, Waldverlust, sich verschlechternde Landerträge und steigendes Risiko von unkontrollierten Waldbränden anzugehen, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden. PROGREEN wird Ländern helfen, ihre nationalen und globalen Nachhaltigen Entwicklungsziele und Verpflichtungen auf kosteneffiziente Art zu erreichen, einschließlich der Armutsbekämpfung.  

“Die Grünen Lungen unseres Planeten brennen. Die Abholzung der Wälder ist eine Bedrohung für das Weltklima und zerstört Lebensräume für Tiere und Menschen. Das müssen wir stoppen. Wir müssen die natürlichen Ressourcen unseres Planeten nachhaltig nutzen, um sie für die Zukunft zu erhalten. PROGREEN wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten,” sagte Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

"PROGREEN ist ein innovativer Weg, um mehr nachhaltige und resiliente Landschaften und natürliche Lebensräume zu schaffen", sagte David Malpass, Präsident der Weltbankgruppe. “Das Programm bringt Sektoren zusammen, die sich sonst nur selten abstimmen, um Abholzung und Degradierung von Wäldern und Land zu reduzieren. Es zielt auf Skaleneffekte ab, indem es den Übergang von Einzelprojekttransaktionen zu ergebnisorientierten Ansätzen unterstützt, deren Fokus auf der Verbesserung nationaler politischer Maßnahmen liegt. Wir sind dankbar für engagierte Partner wie Deutschland, die uns helfen, Lösungen für diese dringenden Probleme zu finden.“  

Wälder und terrestrische Ökosysteme liefern die Grundlage für Lebensmittel, sauberes Wasser, Klimaregulierung, Arbeitsplätze und Wachstum. Allerdings stehen die noch bestehenden Wälder und natürlichen Lebensräume zunehmend unter Druck – häufig mit verheerenden Folgen für die ländlichen Gemeinschaften, die für ihre Existenzgrundlage und Nahrung von diesen Ressourcen abhängig sind. Ungefähr ein Drittel der weltweiten Landfläche ist degradiert, was geschätzte Kosten von 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr mit sich bringt.

PROGREEN wird alle Sektoren zusammenbringen, die typischerweise Abholzungen und Veränderung der Landnutzung vorantreiben—einschließlich Landwirtschaft, Infrastruktur und Bergbau—um gemeinsam die Landnutzung besser zu planen und zu verwalten, so dass die Lebensverhältnisse der armen Landbevölkerung verbessert wird. PROGREEN wird dies erreichen durch technische Beratung, Kapazitätsaufbau bei Partnerregierungen und finanzielle Unterstützung zur Umorientierung der Politik, so dass Anreize geschaffen werden für verantwortungsvolle Wertschöpfungsketten im Rohstoffbereich, nachhaltige Landnutzung und naturbasierten Infrastrukturlösungen.  

PROGREEN wird auf bereits bestehenden Initiativen im Zusammenhang mit Landschaften, Wäldern, Artenvielfalt, Trockengebieten und Klimawandel aufbauen, so dass technische und finanzielle Lücken überbrückt werden können, um den Fortschritt von Ländern bei der Erreichung ihrer Ziele zu beschleunigen. PROGREEN wird die Partizipation von örtlichen Gemeinschaften und schutzbedürftigen Gruppen in Projekten priorisieren und zudem mit dem Privatsektor zusammenarbeiten, um dessen Wertschöpfungsketten grüner zu gestalten und zusätzliche Ressourcen zu mobilisieren.

Deutschland, der erste Geldgeber für PROGREEN, trägt 200 Millionen Euro bei, um das Programm zu starten. Dieser Beitrag unterstreicht Deutschlands starken Fokus auf Wälder, Landschaftswiederherstellung und Artenvielfalt im Allgemeinen. Das endgültige Finanzziel ist, rund 1 Milliarde US-Dollar für PROGREEN zu sammeln.

Kontakte:

In Washington: Laura Ivers, +1 202 473-2396, laivers@worldbank.org;

Website: www.worldbank.org/progreen

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PRESSEMITTEILUNG NR. 2020/043/ENV

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